Bezirksgruppe Hannover

Inoffizieller WT, Brokeloh 2026

Ein rundum gelungener Tag beim Inoffiziellen Working Test in Brokeloh

Am 26. September ging es für Meghan und mich nach Brokeloh zum inoffiziellen Working Test der Bezirksgruppe Hannover. Wir starteten in der Fortgeschrittenenklasse.

Wir hatten angenehm warme Temperaturen und dazu ein bisschen Wind – also eigentlich perfekte Bedingungen für einen schönen Tag draußen und für die Arbeit mit unseren Hunden.

Auf uns warteten vier Aufgaben bei vier tollen Richtern. Es wurde fair gerichtet, und neben der Bewertung gab es immer wieder hilfreiche Tipps und Hinweise. Genau das macht für mich einen inoffiziellen Working Test aus: Man darf zeigen, was man gemeinsam kann, kann aber genauso etwas mitnehmen und Neues dazulernen.

Und Neues gab es für uns tatsächlich in Aufgabe 1. Meghan musste am Startpunkt sitzen bleiben während der Richter und ich uns etwa 30 bis 40 Meter von ihr entfernten. Dann fiel hinter ihr ein Schuss und ein Dummy landete im Gebüsch. Für die Hunde schon eine etwas ungewöhnliche Situation – und der eine oder andere hat sich dabei durchaus erschrocken. Meghan blieb jedoch gelassen.

Anschließend wurde sie zu mir gerufen und es fiel eine Markierung in ein Waldgebiet. Diese durfte sie zuerst arbeiten. Anschließend wurde das Dummy gearbeitet, dass zuvor hinter ihr ins Gebüsch gefallen war. Eine wirklich interessante Aufgabe, gerade weil das Sitzenbleiben in dieser Form etwas ist, was man im normalen Working-Test-Training eher selten auf dem Zettel hat. Umso schöner war es zu sehen, wie brav die Hunde damit umgegangen sind.

Bei der zweiten Aufgabe wurde zunächst ein Blind beschossen. Auf ungefähr halber Strecke fiel anschließend noch eine Markierung auf 45°. Zuerst musste das Blind gearbeitet werden, danach ging es auf die Markierung.

Meghan brauchte für das Blind eine kleine Hilfe, die sie sofort annahm; das Mark arbeitete sie perfekt. Solche Momente sind einfach schön – wenn man merkt, dass der Hund verstanden hat, was man von ihm möchte, und die gemeinsame Arbeit ganz selbstverständlich funktioniert.

Die dritte Aufgabe bestand aus zwei Markierungen, ein kurze und ein längere. Wichtig war das gute Markieren der Hunde, da die Helfer sich bewegt haben und für den Hund somit keine Hilfe bei der Orientierung bieten konnten. Das erste Mark fand Meghan nach kurzer Suche, beim zweiten wollte ich helfen, aber Meghan wusste in welchem Bereich sie suchen musste. Die Richterin erinnerte mich daran, dass es besser ist nur zu helfen, wenn man auch wirklich weiß, wo das Dummy liegt.

Zum Abschluss wartete noch die vierte Aufgabe mit einer interessanten Kombination verschiedener Elemente auf uns. Wieder musste Meghan zunächst sitzen bleiben, während die Richterin und ich uns von ihr entfernten. An einem Waldrand wurde ein Dummy ausgelegt – diesmal ohne Schuss, lediglich begleitet von einem Geräusch des Helfers. Anschließend ging es wieder zurück in Richtung Hund. Auf dem Rückweg fiel ein Schuss und eine Markierung.

Als ich wieder bei Meghan angekommen war, durfte sie zunächst diese Markierung arbeiten. Danach gingen wir gemeinsam Fuß bis zu dem Punkt, an dem ich zuvor alleine gestanden hatte. Von dort wurde das Dummy am Waldrand als Blind gearbeitet. Und damit war die Aufgabe noch nicht vorbei: An der Stelle der vorherigen Markierung wurde noch einmal ein Dummy nachgelegt, das Meghan anschließend als Memory holen durfte.

Gerade diese etwas anderen Aufgabenstellungen haben mir an diesem Tag besonders gut gefallen. Es waren Elemente dabei, die man bei Working Tests selten sieht und deshalb im Training vielleicht auch nicht unbedingt genauso übt. Aber genau dafür ist ein inoffizieller Working Test schließlich da: ausprobieren, Erfahrungen sammeln, schauen, wie der Hund mit neuen Situationen umgeht – und im besten Fall gemeinsam ganz viel Spaß dabei haben.

Meghan hat heute sehr schön markiert, ist toll und gerade rausgegangen und hat meine Hilfen sofort angenommen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, wie selbstverständlich und zuverlässig sie gearbeitet hat.

Dass diese Leistung am Ende tatsächlich für den 1. Platz in der Fortgeschrittenenklasse gereicht hat, war natürlich das absolute Sahnehäubchen auf einem sowieso schon wunderschönen Tag.

Ein ganz großes Dankeschön geht an die Sonderleitung, die vier Richter, alle Helfer und den Reviergeber, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre. Ihr habt uns einen wirklich schönen, entspannten und abwechslungsreichen Tag bereitet.

Und ebenso liebe Grüße und ein Dankeschön an alle anderen Teilnehmer. Die angenehme Stimmung untereinander gehört für mich genauso zu einem gelungenen Working Test wie schöne Aufgaben und gute Arbeit mit den Hunden.