Bezirksgruppe Hannover

WTW- ‚F‘ 2026

Bericht zum Wunstorfer Working Test am 1.8.2026.

Manchmal fragt man sich ja schon, ob man eigentlich noch alle Latten am Zaun hat. Start beim Wunstorfer Working Test in der fortgeschrittenen Klasse – mit gebrochener Mittelhand, Gips am rechten Arm und seit drei Wochen quasi kein, beziehungsweise wenig Training. Klingt nach einem richtig guten Plan. – Nicht.

Um 6:30 Uhr ging’s los, Kaffee rein, Hund einladen, und irgendwie optimistisch bleiben. Zwischen „wird schon“ und „Hauptsache wir blamieren uns nicht komplett“!

Von 8:15 Uhr bis 8:45 Uhr war Meldezeit, danach der gefühlt epische Weg zum „Suchenlokal“.

Das Wetter war top, morgens noch angenehm kühl, später zwar warm, aber wirklich gut auszuhalten.

Begrüßt wurden wir sehr herzlich von den Richtern Maria Crepaz, Michael Brühl (mein persönlicher Angst-Richter), Mario Hickethier, Michael Walther und Dirk Volders sowie den Sonderleitern Ernst Führing und Günther Schmieter! Alle gut gelaunt – ich noch mit leicht nervösem Zucken im Auge.

Gegen 9:30 Uhr ging’s los! Startnummer 3 – fand ich super! Früher durch, weniger Zeit zum Verrücktwerden.

AUFGABE 1 – Michael Brühl (aka „mein Angstrichter“)

Wasseraufgabe ….. ich sah mich schon innerlich baden gehen – wortwörtlich. Aber: Paulinchen markiert beide Dummys punktgenau. Einfach so. Als hätte sie beschlossen: „Heute retten wir die Mutti mal.“
Ich verlasse die Aufgabe mit einem fast euphorischen Gefühl. Trauma? Vielleicht geheilt!

AUFGABE 2 – bei Maria

Ein Treiben an der linken Waldkante, danach eine Markierung auf die freie Fläche.
Ich, mit meinem Gipsarm, schicke… sagen wir mal… kreativ. (ab da habe ich nur noch mit links geschickt – was sich ungefähr so präzise anfühlte wie ein Navi ohne GPS.

Pauli dachte sich: „Treiben? Klingt spannend!“ und fing etwas zu früh mit der Suche an. Hat sich dann aber gefangen und gepickt. Markierung gab’s auch noch, allerdings mit meiner freundlichen Unterstützung. Fazit: eher Kategorie „solide Mittelmäßigkeit“.
Krone richten weiter geht‘s!

AUFGABE 3 – Mario

Es fallen zwei Markierungen von links über den Weg in den Wald, eine kurze und eine einige Meter weiter hinten. Es folgt ein kurzer Walk up. Dann holen wir recht zügig das kurze Dummy (Pauli stoppt auf dem Punkt – kenne ich auch anders). Auch die lange Markierung bringt sie mir flott zurück.
Ich glücklich, Richter grinst – Stimmung steigt wieder.

AUFGABE 4 – Michael Walther

Ein Blind rechts im hohen Bewuchs, geradeaus ein noch nicht gemähtes Getreidefeld (absolute Tabuzone für den Hund) davor ein circa 10 m tiefes Stoppelfeld.
Wir stehen etwas höher auf dem Weg. Links fällt eine Markierung weit hinten auf das Stoppelfeld.
Plan: Erst das beschossene Blind, dann die Markierung.
Realität: Funktioniert! Und zwar richtig gut!!

Beide Dummys flott drin, keine Getreidefeld-Expedition – obendrauf noch lobende Worte vom Richter. Ich schwöre, ich bin dabei mindestens einen halben Kopf gewachsen.

AUFGABE 5 – Dirk (Finale Aufgabe, mein Puls bei 180)

Team-Aufgabe mit Kristina und Hazel.

Blind, ellenlange Markierung, Walk up, der an einen ausgiebigen Spaziergang erinnert, belgischer Richter (voll streng?!) – Mein persönliches Herz-Kreislauf-Trainingsprogramm.

Dirk erklärt uns die Aufgabe: während des Walk up wird hinter uns ein Blind ausgelegt, dann Schuss, Markierung fällt, umdrehen, Blind wird beschossen – alles klar…

Wir starten, Pauli bleibt während des Walk up‘s brav am Fuß. Blind sauber gesucht, gefunden, abgeliefert! Markierung: ebenfalls souverän.

Auch Kristina und Hazel meistern die Aufgabe super und zügig.

Alle Dummies drin!

Minimalziel erreicht: ich bin nicht ohnmächtig geworden.

Dirk fragt uns dann tatsächlich, wo wir Punkte gelassen haben. Kollektives Achselzucken…keine Ahnung, ein grinsender Dirk Volders sagt: es gab nichts abzuziehen, das war richtig super.

Er sagt noch viele nette Dinge – das absolute Highlight des Tages, mein Gänsehautmoment, so viel Lob habe ich noch nie bekommen!

FERTIG!!!

DANACH

Erst mal zum Auto. Durchatmen. Puls sortieren. Blutdruck wieder finden.
Danach zum Zelt – Bratwurst, Salate, Kuchen,gute Laune, Fachsimpelei und warten auf die Ergebnisse.

DIE SIEGEREHRUNG

Dritter Platz 89 Punkte, Malte Benin
Ich denke:… Wir könnten mehr haben, vielleicht… Vielleicht?

Zweiter Platz 93 Punkte, Marlene Kropp

Meine Stimmung macht kurz einen Bauchklatscher. Ich rechne hektisch im Kopf: drei gute Aufgaben, eine mittelmäßige bei Maria… Michael Brühl? Keine Ahnung….
Dann höre ich nur noch Ernie irgendetwas über schwer auszusprechende, lange Hundenamen erzählen. Buchstabensalat. BPPvHF….
Moment… Das ist ja Pauli?!

Und dann fällt mein Name. Pauli und ich. Auf dem Treppchen. WIR!
Ich habe mich so gefreut, dass ich vermutlich nur noch wirres Zeug geredet habe – ich erinnere mich wirklich an nichts mehr!

Aber fest steht:

Brave Paw Paulina vom Hasetaler Forst gewinnt den Wunstorfer Working Test 2026 in der fortgeschrittenen Klasse in Brokeloh

Punkte: 20/14/20/20/20

Ich schwebe seitdem irgendwo zwischen Wolke 7 und „kneif mich mal“!

Ein riesengroßes Dankeschön an das Orga Team, die vielen fleißigen Helfer, die großartigen Richter und natürlich an mein kleines Paulinchen!

Wir kommen gerne nächstes Jahr wieder!